Die Weiterentwicklung der CAR-T-Zell-Therapie - Bericht vom 37. Deutschen Krebskongress 2026 in Berlin, erschienen in: Im Fokus Onkologie I Ausgabe 4/2026, 20.04.2026
Die CAR-T-Zell-Therapie wird kontinuierlich weiterentwickelt, um Wirksamkeit und Nachhaltigkeit zu verbessern, wie PD Dr. Maria-Luisa Schubert betont. Herausforderungen wie Antigenverlust, Mutationen und Trogozytose (Abknabbern und Übernahme von Zelloberflächenbestandteilen) begrenzen bislang den Therapieerfolg. Neue Strategien fokussieren daher auf eine stabilere und breitere Zielantigenerkennung. Ein Ansatz ist die Kotransfusion mehrerer CAR-T-Zell-Produkte gegen unterschiedliche Antigene. Zudem werden bicistronische CAR-T-Zellen entwickelt, die zwei Rezeptoren gleichzeitig exprimieren. Besonders vielversprechend sind Tandem-CAR-Konstrukte mit zwei Antigenbindedomänen in einem Rezeptor. Klinische Daten zeigen, dass solche Ansätze die Ansprechrate erhöhen und Antigenverlust reduzieren können. Parallel entstehen CAR-T-Zellen der dritten Generation mit optimierten kostimulatorischen Signalen. Ein Beispiel ist Heidagen-lecleucel aus Heidelberg, das verbesserte Persistenz und Verträglichkeit zeigt. Insgesamt markieren diese Innovationen einen wichtigen Schritt hin zu effektiveren und langlebigeren CAR-T-Zell-Therapie.
Der Beitrag wurde von Dr. Lamia Özgör verfasst, basierend auf einem Vortrag von PD Dr. Maria-Luisa Schubert beim Deutschen Krebskongress 2026, 18.-21.02.2026.
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